Stell dir diese Situationen vor:

Du bist gerade nach einem langen Shopping-Tag Zuhause angekommen. Du öffnest deinen Kleiderschrank, um deine neue Klamotten aufzuhängen. Hmm. Kein Platz mehr, merkst du.

Schon gut, es gibt immer noch die Schubladen. Ach, da auch kein Platz. Egal! Scheinbar muss ich mir einen neuen Kleiderschrank besorgen, denkst du. Problem gelöst!

Oder…

Du stehst vor deinem Kleiderschrank, der voll mit Kleidung ist, und schimpfst, “Ich habe nichts anzuziehen!”

Wir alle kennen diese Situation, aber die Frage ist, warum? Warum brauchen wir so viele Klamotten und warum sind wir nie mit dem zufrieden, das wir schon besitzen?

Der Minimalismus ist ein Wort, das erwähnt wird, wenn man über Nachhaltigkeit oder ein ähnliches Thema spricht. Minimalismus ist wenn man mit weniger Sachen lebt. Man besitzt nur was man tätsachlich braucht und nicht mehr. Die Idee ist, dass man ein leichtes, unkompliziertes Leben führt und nicht von seiner Materialgier abhängig ist. Minimalismus kann einem auch dabei helfen, einen nachhaltigen Kleiderschrank zu schaffen.

Mein minimalistisches Leben ist irgendwie organisch und ganz ungeplant geschehen. In den letzten paar Jahren als ich herumgereist bin, sind mir ein paar Dinge aufgefallen. Jedes Mal habe ich versucht, weniger mitzubringen, weil ich alles alleine herumschleppen musste. Auch wenn ich eine ziemlich große Auswahl an Klamotten dabei hatte, trug ich immer dieselben Stücke. Als ich nach meiner Reise wieder Zuhause ankam, bin ich zu der Erkenntnis erlangt, dass ich 20-mal T-Shirts oder Hosen doch eigentlich gar nicht brauche. Und so begann die Ausräumung meines Kleiderschranks.

Eine minimalistiche Kleidungansammlung heißt doch nicht, dass man nur eine bestimmte Anzahl von Klamotten besitzen darf. Die Bedürfnisse und die Umstände zwischen Menschen variieren, z.B. vielleicht musst du dich im Büro ziemlich formell kleiden aber am Wochenende läufst du gerne in Jeans und Pulli herum. In diesen Fall sind natürlich mehr Outfits nötig.

Wichtig ist hier das Stichwort- nötig. Heutzutage kauft man nicht nur was nötig ist, sondern auch was einem im Moment einfach gefällt. Und wenn es einem irgendwann nicht mehr gefällt? Die Sachen sind einfach ohne Gedanken weggeworfen. Die Statistiken um Klamotten sind alarmierend:

Dieses Problem gibt es also weltweit. Und die Gründe dafür? Andere Kleidungstücke wurden vergessen. Sie passen nicht richtig- entweder der Stil oder die Größe. Zuhause sehen sie anders aus, als im Laden. Sie gefallen Freunden oder Familie nicht. Diese Ausrede kommt mir als einfältig und enttäuschend vor. Leider leben wir in der Zeit des übermäßigen Konsums. Dieses “Fast Fashion” System überzeugt Leute, dass sie mehr brauchen und sich stilmäßig immer auf dem Laufenden halten müssen. Dieses System schädigt die Umwelt, indem es mehr Verschwendung und Müll verursacht und mehr Kleidung hergestellt wird. Kleidung gilt jetzt leider als unschätzbar und ist zum Wegwerfartikel geworden.

Wo sind die Tage in denen man sicherstellen wollte, dass man sein kostbares Geld für haltbare Klamotten ausgibt? Beim Minimalismus wählt man seine Klamotten nach dem Motto „Qualität statt Quantität“ aus. Man berücksichtigt eigene Bedürfnisse, bevor man etwas kauft, statt spontan und nach Lust und Laune rauf los zu shoppen.

Dazu gehören nützliche Tipps wie man das mit dem minimalistischen Kleiderschrank schaffen kann:

  • Find den Stil, der gut zu dir passt- also folge nicht den Trends
  • Räum deinen Kleiderschrank aus und behalte nur was dir wichtig ist- verkauf oder gib den Rest weg
  • Überlege stets sorgfältig, bevor du etwas kaufst- frag dich selbst, brauche ich das wirklich? Wie viele Pullis/Jeans/Hosen, usw. habe ich schon?
  • Investiere in Qualitätsstücke, die auch eine längere Zeit halten werden

Siehst du? Es ist doch nicht schwierig, Minimalismus in dein Leben einzuführen. Und die Vorteile sind wunderschön und zahllos! Weniger Geld wird ausgegeben. Es wird nicht mehr so viel Zeit an die Entscheidung verschwendet, was du tragen möchtest, weniger Wäsche waschen. Der Kleiderschrank wird besser organisiert. Weniger Textilmüll für eine schönere Umwelt. Ach, diese Freiheit und Schönheit, die der Besitz von weniger Klamotten ermöglicht!

Sei Minimalistisch und genieß die Freiheit!
Tagged on:                     

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

X