Zuvor war ich auch völlig unwissend über dieTextilindustrie und dachte niemals darüber nach, wo oder unter welchen Umständen meine Klamotten hergestellt worden waren und wer oder was während des Prozesses Schaden in Kauf nehmen musste. Ich hatte natürlich etwas von Sweatshops gehört, aber ich hatte nicht damit gerechnet, dass sich die meisten in katastrophalen Zuständen befinden. Diese Annahme erwies sich als falsch.

Meine Reise nach Bewusstsein begann mit einem neuen Job und einem Hühnenfarmbesuch. Es war mein erster Arbeitstag bei einem Erdgasversorgerungsunternehmen. Obwohl ich täglich im Büro arbeiten würde, musste ich einen Tag mit dem Lieferfahrer im Lastkraftwagen verbringen, Dies war Teil meines Trainings, damit ich mehr über die Auslieferung erfahren konnte. Alles lief prima und problemlos, bis wir schließlich an einem Grundstück mit vielen Reihen von großen Schuppen ankamen.

Natürlich fragte ich den Fahrer sofort, was genau in diesen Schuppen passierte. Er erklärte mir, dass Hühnchen hier gezüchtet und aufgezogen werden und wenn die sechs Wochen alt sind, werden die geschlachtet und, ohne weitere düstere Details zu erwähnen, in netter Weise bereit zum Kochen und Essen präsentiert.

Ich konnte kaum glauben, was ich hörte. Bis zum diesem Tag hatte ich jeden Tag Fleisch gegessen und genossen. Natürlich wusste ich schon, dass Fleisch von Tieren stammt, hatte ich es aber niemals weiter hintergefragt. In dieser Nacht (und jede Nacht für die folgenden Monate) recherchierte ich bei Google. Die Suche im Internet führt mich zu zahlosen Videos und Dokumentationen. Viele wurden angeschaut und auch wurden viele Bücher gelesen. Ich wollte alles wissen. Und so erfuhr ich mehr über Massentierhaltung und sofort wurde ich Vegetarierin.

Die Lebensmittelindustrie und die Textilindustrie haben eigentlich viel gemeinsam. Alles wird billig und so schnell wie möglich hergestellt, ohne Rücksicht auf die Menschen (oder Tiere) oder die Umwelt. Der ganze Vorgang wird von der Öffentlichkeit verheimlicht und was  übrig bleibt, taucht in den Läden auf.

Also endlich die Verbindung zwischen Hähnchen und der Textilindustrie…

Nach dieser erschreckenden Entdeckung hinterfragte ich, wo meine Sachen eigentlich herkommen. Die Textilindustrie war die nächste logische Auswahl für eine Überprüfung, weil ich schon Mode Design studiert hatte und wusste, dass ich in dieser Industrie arbeiten wollte. Zu diesem Zeitpunkt ging ich noch gern einkaufen und hatte eine Menge Klamotten, Schuhe und Taschen gesammelt. Meistens nur so zum Spaß und je niedrige der Preise, desto besser. Nach jeder Einkaufstour zeigte ich ganz stolz meiner Familien meine Schnäppchen.. Allerdings war ich auch eine jener Leute, die eine große Sammlung von Klamotten hatten, aber trotzdem nie etwas zum Anziehen finden konnte. Mein Motto war ‘Man kann nie genug Jeans haben.’

Aber wieder hatte mich mein eigener Forschungsprozess durch Lesen und Videos erschüttert. Mir gefiel nicht, was ich schickens and fashion tshirt eggah. Mein Leben hat sich für immer verändert und ich musste meinen Lieblingssport (Shopping) aufgeben. Ich sortierte meinen Kleiderschrank aus und behielt nur, was wirklich notwendig war. Der Rest fand ein neues Zuhause. Ich begann, nur noch einkaufen zu gehen, wenn ichtatsächlich etwas brauchte. Und natürlich prüfte ich zuerst das Unternehmen. Die Veränderungen stellten sich als gar nicht so groß und schwierig heraus, als sie mir zu Beginn schienen. Sie gaben mir auch eine neue Richtung für mein Leben und ein neues Ziel, worauf ich mich konzentrieren konnte. Während dieser Zeit, habe ich häufig zu meiner Familien und Freunden über mein neues Leben geredet.

Deshalb war ich sehr froh, als meine beste Freundin mir erzählte, dass sie sich den Film ‘The True Cost’ (‘Der Preis der Mode’) anschauen möchte. Für jemand, der diesen Film nicht schon kennt: Der Dokumentarfilm untersucht die Modeindustrie und die Fahrt unserer Klamotten, von der Produktion zum Laufsteg und zu den Läden. Der gibt  einen fantastischen Überblick über jede Ecke der Industrie und ist für jeden sehenswert, für den dieses Thema Neuland ist.

Das war auch der Fall mit meiner besten Freundin. Nachdem sie den Film sah, war sie überaus schockiert. Sie hat erwähnt, dass sie Nachrichten über Bekleidungsfabriken gelesen hatte und viele schreckliche Sachen darüber gehört hatte. Aber von dem was dort eigentlich geschieht, hatte sie niemals etwas wirklich vor Augen gesehen. Und das hatte es für sie realer gemacht.

Obwohl sie diese neue Erkenntnisse bei ihr nicht zu einem extremen Lebenswandel führten, so wie bei mir, (sie geht immer noch gerne in sogennaten ‘Fast Fashion’ Läden einkaufen), muss ich sagen, dass ich noch zufrieden mit der Tatsache bin, dass sie mehr erfahchickens and fashion pants eggren wollte und jetzt bewusster und nun besser informiert ist. Ich bin irgendwie stolz auf mich, dass meine Besessenheit für Nachhaltigemode sie positiv beeinflusst hat!

Diese Lebensveränderung geschah etwa vor vier Jahren und meine Besessenheit für die ethische und nachhaltige Textilindustrie hat seitdem keineswegs abgenommen. Während dieser Zeit habe ich studiert und (ungefähr) eine Millionen Praktika gemacht, sodass ich so viel Wissen wie möglich aufnehmen konnte. Ich habe schon kleine Hoffnungen gehabt, dass die Industrie revolutioniert werden kann. Obwohl die Veränderungen noch minimal sind, meist nur langsam durchkommen und es noch viele Herausforderungen gibt, konzentriere ich mich lieber auf die vielen positiven Aspekte. Ethos und Nachhaltigkeit sind wichtige und Aufmerksamkeit würdige Angelegenheiten, die viele Unternehmen in der Textilindustrie endlich angefangen haben, zu bemerken und ernst zu nehmen.

Und ich bin ganz aufgeregt, dass ich an diesem Prozess beteiligt werde, die Welt zu retten (oder zumindest die Textilindustrie). Denn hoffentlich kann ich es irgendwie schaffen, die Einkaufsgewohnheiten anderer Menschen irgendwie zu ändern.

 

 

 

 

Hänchen und Mode

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