Heutzutage sind Themen wie ´Nachhaltigkeit´, ´Ethos´ und ´Umweltschutz´ wichtiger denn je. Kaum vergeht ein Tag, an dem der Klimawandel nicht in den Nachrichten erwähnt wird. Da die Anzahl von Käufer sich erhöht hat, die nach Nachhaltigkeit und Ethos ihrer Lieblingsmodemarken fragen, geben sich Bekleidungsgeschäfte kräftig Mühe jede einzelne gute Tat hervorzuheben. Jedoch sollen Käufer sich vor den Behauptungen der Unternehmen nicht täuschen lassen. Alles ist doch nicht so wie es  scheint.

Greenwashing ist eine Marketingmethode, die Unternehmen benutzen, um die Gesellschaft zu überzeugen, dass ihre Tätigkeiten umweltfreundlich sind. Aber in Wirklichkeit ist das Gegenteil wahr. Auffallende und teuere Marketingkampagnen werden für jede Nachhaltigebemühung verwendet und in vielen Fällen wirken diese leider positiver als sie in Wahrheit sind.

In einer Zeit, in der die Modeindustrie sich auf dem Prüfstand befindet, müssen Marketers schwer arbeiten, um kreative Arten zu entdecken, wie sie unsere Aufmerksamkeit von ihren fragwürdigen und oftmals schrecklichen Handlungen ablenken können. Und dabei hilft Greenwashing. Es hilft dabei, dass sonst unbewusste Käufer Unternehmen in einem positiven Licht sehen. Käufer hören oder sehen etwas irgendwie Gutes über die Modemarken und das bleibt in ihren Hinterköpfen, während sie einkaufen gehen.

Leider ist es für Käufer normalerweise sehr schwer zu merken, wann Greenwashing verwendet wird oder das Unternehmen völlig ehrlich und transparent ist. Marketers sind Profis, wenn es zu Übertreibung geht. Sie wissen genau, welche eindrucksvollen Tricks sie nutzen müssen, um die Wahrnehmung des Verbrauches zu ändern und ihre Entscheidungen zu beeinflussen. Kurz gesagt: Sie wissen, wie sie dein Geld bekommen können. Das Motto ´Green is the new black´ (also Grün ist das neue Schwarz) wird in der Modeindustrie bekannter und Marketers freuen sich diese Gelegenheit häufig auszunutzen. Auch wenn das bedeutet, die Wahrheit zu vertuschen oder ganze Lügen zu erzählen.

Auch etwas so einfaches wie Markenkennzeichnung kann die Wahrnehmung der Käufer ändern. Denk mal daran. Du siehst eine Marke, die sowohl natürliche Farben, beispielsweise Grün oder Braun, als auch Wörter wie ‘Eco’ oder ‘Fair’ in ihrem Brandzeichen oder Motto benutzen, und es ist eher wahrscheinlich, dass du annimmst, dass es ein nachhaltiges Unternehmen ist. So schnell und leicht entwickelt sich deine Wahrnehmung.

Zum Beispiel Inditex, die Mutterfirma der Modemarke Zara, hat zum Ziel, alle ihre Läden bis zum Jahr 2020 100% umweltfreundlich zu haben. Vielleicht sind diese Fast Fashion Marken doch nicht so schlecht wie es berichtet wird. Sie kümmern sich auch um die Umwelt! Aber was geschieht, wenn wir die Wahrheit ans Licht bringen? In 2014 stellte Zara über eine Milliarde Kleidungsstücke her. Komplett wahnsinnig! Ich fasse es einfach nicht, wie das für ein Unternehmen nötig sein kann. Das heißt, dass jeder zehnte Mensch auf der Welt ein Stück von Zara besitzen kann. Wie zum Teufel kann das gut für die Umwelt sein? Scheinbar ist Umweltfreundlichkeit nicht ganz oben auf ihrer Prioritätenliste.

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Quelle

Um legitimerweise als Nachhaltigkeitsmarke bezeichnen zu können, müssen sich die Unterenhemen zu einem Kleidungsproduktionsprozess verpflichten, bei dem keine Schäden auf Menschen oder die Umwelt entstehen. Sie müssen immer ehrlich und transparent sein und ihre Versprechen halten. Ethische und nachhaltige Geschäfte nehmen die sozialen und ökologischen Probleme der Textilindustrie ernst. Sie nutzen diese Themen nicht als einen neuen Trend. Im Prinzip versuchen sie ethisch und nachhaltig im ganzen Verfahren zu sein- das heißt von Fasern bis zu den Fabriken und darüber hinaus.

Aber die guten Nachrichten ist, dass nicht jedes Unternehmen, das behauptet, nachhaltig zu sein, lügt oder sowas. Manche nehmen ihre Verantwortung für die Umwelt ernst. Das wichtigste ist nicht von den schlauen Marketingtricks geblendet oder verwirrt zu werden.

Als Käufer wollen wir das Richtige machen. Wir wollen umweltfreundliche Geschäfte unterstützen. Obwohl es vielleicht nervig ist, wenn du ethische und umweltfreundliche Klamotten kaufen möchtest, musst du einfach erst deine Hausaufgaben machen. Nimm nicht alles als wahr, was die Modegeschäfte sagen. Mit ein bisschen Forschung und Vorbereitung kannst du lernen, durch das Greenwashing zu sehen, um sicher zu sein, dass deine Lieblingsmarken deine Werte teilen und nicht einfach dein Geld nehmen wollen.

 

 

 

Greenwashing ist das neue Schwarz
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