Was würdest du sagen, wenn ich dir erzählen würde, dass es neben all den negativen Geschichten aus der Textilindustrie, ausgezeichnete Menschen in der Welt gibt, die eine positive Wirkung darauf haben? Dass es Menschen und Unternehmen gibt, die sich auf Nachhaltigkeit und Ethos in jeder Hinsicht ihres Verlaufs konzentrieren? Das heißt, dass sie wunderschöne Kleidung herstellen, ohne die Umwelt oder Menschen zu schädigen. Und das sind nicht Marken, die bloß eine umweltfreundliche Kollektion pro Jahr herstellen oder nur eine Abteilung zu Nachhaltigkeit und Ethos in ihrer Lieferkette haben.

Also glaub mir oder nicht: Diese Menschen existieren tatsächlich. Und ein paar junge Frauen aus Melbourne haben sich entschieden, ein ganzes Jahr von ihren Leben aufzuwenden, um diese erstaunliche Menschen in der Modeindustrie zu finden. Sie möchten ihre Geschichten hören und ein Gespräch über alle die Menschen führen, die einen positiven Einfluss auf die Industrie haben.

Und wie alle normalen Menschen haben sie beschlossen, durch Teile von Asien zu wandern und die ganze Erfahrung zu filmen. Ich gebe dir ein bisschen Zeit, das zu begreifen. Wandern. Ein ganzes Jahr. Keine davon ist Athletin. Eine von den Frauen ist sogar nur auf Tageswanderungen gewesen. Vielleicht war das Nachdenken in Bezug auf die Herausforderungen ziemlich minimal. Doch so geht das, wenn du einen Traum hast. Alle die Kleinigkeiten sind egal. Dafür kann man später sorgen.

Das Genie hinter dem Ganzes, Megan, war von dem Wunsch motiviert, das kaputte Modesystem irgendwie zu verbessern. Sie hatte das Abenteuer schon seit langem geplant und hat mir erst vor ein paar Jahren darüber erzählt. Seitdem hat der Plan sich langsam in ihrem Kopf entwickelt. Und jetzt geht es endlich los.

Ursprünglich hat Megan geplant, (alleine!) durch Asien  zu wandern, um die schlechten Geschehen in den Bekleidungsfabriken aufzuzeigen. Alles das, was wir nicht sehen dürfen, wollte sie sichtbar machen. Übrigens waren Megans Eltern überhaupt nicht von Plan A begeistert. Jedoch merkte Megan, dass es sehr gute Gründe dafür gab, warum wir nicht die Wahrheit in den Fabriken sehen dürfen. Zum Beispiel ist es äußerst gefährlich. Es ist fast unmöglich, Zugang zu erhalten, geschweige denn mit den Arbeiter zu reden. Und wer wird tatsächlich eine unbekannte australische Frau in ihre Fabriken lassen, sodass sie der Welt alle die entsetzlichen Bedingungen zeigen kann?

Megan merkte auch, dass die miesen Modeindustrie-Geschichten schon genügen. Mit so vielen negativen Berichten würde das Publikum sich wahrscheinlich überwältigt fühlen wegen des ungeheuren Ausmaßes der Umwelt- und Ethosproblemen in den Lieferketten. Dann gibt es das Risiko, dass die sich völlig von den Problemen lösen, weil sie sich zu machtlos fühlen, um eine Veränderung zu fordern.

Aber was ist mit den guten Sachen? Megan wusste schon, dass zahllose positive Bewegungen in den Modelieferketten angefangen hatten. Deshalb beschloss sie, dass es viel schöner (und sicherer) wäre, wenn sie sich auf diese Sachen während ihres Abenteuers konzentriert. Jeder genießt eine herzerfreuende Erzählung. Das ist die beste Weise, Menschen zu inspirieren, nicht alle Hoffnungen aufzugeben. Besonders wenn es so scheint als ob die Modeindustrie schon zu weit gegangen ist und die Schäden nicht rückgängig gemacht werden können.

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Gab (links) und Megan

Also mit dem neuen (Eltern-freundlicherem) Plan hat Megan ihren Laufkumpel, Gab, eingestellt und das Walk Sew Good Team war geboren. Die zwei Mädchen haben sich an der Uni kennengelernt und teilen diegleiche Leidenschaft für die Umwelt und Menschenrechten. Nun zusammen werden sie wunderbare Handwerker und Konsumvereine besuchen und der Welt zeigen, dass es doch eine Alternativ zu dem derzeitigen Fast Fashion Modell gibt.

Entgegen dem, was die jungen Frauen behaupten, sie sind nicht einfach ein paar normale australische Mädchen. Die Bekleidungsindustrie braucht dringend Leute wie sie, um eine Veränderung zu fördern. Ich meine nicht, dass jeder seine Laufschuhe anziehen muss. Aber jeder kann noch irgendwie helfen. Die Industrie braucht Menschen, die gegen den Status Quo gehen. Die Leute, die unermüdlich versuchen, Aufmerksamkeit auf die Industrie zu lenken bis etwas sich verändert. Aber vor allem braucht die Industrie Leute, die daran glauben, dass eine Veränderung möglich ist.

 

Hier kannst du dem Walk Sew Good Abenteuer folgen und hier kannst du für die Crowdfunding Kampagne spenden.

 

Kennst du schon positive Geschichten in der Bekleidungsindustrie, welche die Mädchen überprüfen könnten? Teil deine Ideen darünter mit!

 

Ein Abenteuer durch Asien
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