Eine nachhaltige und ethische Kleidungsammlung zu bekommen, heißt nicht, dass man alle seine Kleidung wegschmeißen muss und wieder von vorne anfangen. Es heißt auch nicht, dass man reich sein muss, um sich mit neuen Kleidung auszustatten. Tatsächlich ist es einfacher als man vielleicht denkt, ethische und nachhaltige Kleidung zu entwickeln. Schau dir mal die Tipps darunter an. Sie sind nicht bahnbrechend aber manchmal brauchen wir alle ein bisschen Inspiration, um uns aus unserer Shopping Routine zu holen.

 

QUALITÄT STATT QUANTITÄT

Wenn du hochwertige Klamotten möchtest, musst du ein bisschen mehr Geld dafür ausgeben. Daran gibt es keine Zweifel. Ich weiß, ich habe gesagt, dass man nicht viel Geld für ethische und nachhaltige Klamotten ausgeben muss. Aber das Fast Fashion System hat uns daran gewohnt, dass wir Klamotten für spottbillige Preise kaufen können und deshalb ist der wahre Wert völlig vergessen worden. Natürlich sind diese Schnäppchen von äußerst schlechter Qualität. Verzeihe mir, aber es gibt für 5 Euro kein organisches oder fair gehandeltes T-Shirt.

Wenn du nur ein bisschen mehr für Klamotten ausgibst (die Preise sind wirklich nicht empörend), kannst du gute Qualitätskleidung kaufen, die hergestellt wurden, ohne die Umwelt oder Menschen zu beschädigen. Wenn du wirklich darüber nachdenkst, sparst du auf die Dauer Geld, weil du nicht so häufig neue Klamotten kaufen musst, wenn die billigen Sachen auseinanderfallen oder sie plötzlich unmodisch sind.

 

STELL FRAGEN

Nicht sicher, ob das Kleidungstück, das du gleich kaufen möchtest, eine schlechte Wirkung auf die Umwelt oder Menschen gehabt hat? Das kannst du doch nachfragen! Frag die Verkäufer, wer das Stück genäht hat oder wo es hergekommen ist. Wenn sie solche wichtigen Informationen nicht wissen (und das ist kein gutes Zeichen), geh direkt zur Marke. Ob du es direkt auf der Webseite oder in Sozialen Medien recherchierst, hör nicht damit auf, bis du deine Antworten bekommst. Und wenn niemand Antworten gibt, kannst du dich ziemlich sicher fühlen, dass sie keine guten Nachrichten mitzuteilen haben. Es ist besser, solche Marken zu vermeiden.

 

GEBRAUCHT

Abgesehen von dem offenbaren Preisvorteil gibt es viele andere tolle Vorteile für gebrauchte Kleidung. Zum Beispiel, wenn du einkaufen gehst, weißt du nicht, was für einen tollen Schatz du entdecken könntest. Es macht riesen Spaß durch Kleidung durchzustöbern und etwas zu finden, das kein anderen hat. Ich meine, warum wollen Leute alle die gleichen Klamotten tragen? Bin ich die einzige, die es seltsam findet, wenn eine Gruppe von Leuten zusammen sind und zum Beispiel sehr ähnlichen Jacken anhaben?

Das Kaufen gebrauchter Kleidung ist auch sehr positiv für die Umwelt, weil keine neuen Stücke hergestellt werden (das bewahrt auch wertvolle und begrenzte Ressourcen) und bestehende Kleidung von dem Mülleimer verschont werden.

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UPCYCLE/ REPARIEREN/ HEIMWERKEN

Wenn du dir ein bisschen Mühe machst, kannst du noch Kleidungsmodifizierungsgeschäfte rund um die Stadt finden. Obwohl sie schon seltener und seltener werden. Heutzutage, wenn jemand kaputte Kleidung hat, schießt er sie einfach weg und ersetzt er sie durch ein neues minderwertiges Kleidungsstück. Klamotten sind jetzt Wegwerfartikel geworden. Aber wie wäre es, wenn du deine Kleidung mit dem Nahrungsmittelbehälter der vergangenen Tage nicht wegwirfst? Wie wäre es, wenn du etwas Verrücktes machst, wie zum Beispiel, deine Kleidung reparieren lassen? Dann könntest du sie noch länger behalten und würdest kein Geld verschwenden, um etwas Neues zu kaufen.

Oder noch verrückter: Du könntest kreativ werden und das kaputte Kleidungsstück in etwas Neues verwandeln. Das heißt Upcycling. Upcycling kann einfache Abänderung sein, wie zum Beispiel eine Knopfveränderung oder ein altes Kleidungsstück kann ein völlig neues Outfit werden. Vielleicht hat deine Lieblingshose ein Loch auf dem Knie. Sie sind doch nicht Müll. Schneide die Beine einfach weg und dann hast du daraus neue Shorts. Problem gelöst. Du musst keine Profi-Näherin sein, du brauchst lediglich ein bisschen Vorstellungskraft.

Und für die Leute, die schon gut im Nähen sind: Warum nähst du nicht deine eigene individuelle Kleidung? Nähen ist sowohl eine tolle Fähigkeit als auch ein schönes Hobby. Außerdem kannst du stolz sagen, “Das habe ich selbst gemacht!”.

 

FOLGE DEN MODETRENDS NICHT

Modetrends setzen sich der nachhaltigen Mode entgegen. Früher gab es vier Modesaisons jedes Jahr. Jetzt gibt es 52. Jede Woche! Wer kann sich auf dem Laufenden halten? Das heißt, dass die Marken jede Woche etwas Neues produzieren und versuchen uns zu überzeugen, dass wir es brauchen. Streifen waren letzte Woche. Diese Woche ist Leder modisch. Da muss man schnell wieder zum Geschäft, um seinen Look zu modernisieren. Nein! Hör doch auf diesem lächerlichen Ablauf zu folgen. Kleidung sollen nicht schneller als Milch ablaufen! Denk mal darüber nach, bevor du etwas Neues kaufst. Kauf das, was du wirklich liebst, was du brauchst und was dir gut passt.

 

ETHISCHE UND NACHHALTIGE MODEMARKEN UNTERSTÜTZEN

Dieser Hinweise ist besonders wichtig für die Modeindustrie. Es gibt viele Unternehmen, die tolle Arbeit machen und Klamotten herstellen, während sie die Umwelt und Menschen im Verfahren berücksichtigen. Heutzutage ist es nicht schwer, solche Unternehmen zu entdecken und mehr erscheinen immer häufiger. Sie müssen so viel wie möglich unterstützt werden, um ‘eco-fashion’ zum Standard zu machen.

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Und da hast du es. Ein ethischer und nachhaltiger Kleiderschrank muss nicht ein Traum bleiben oder nur für wohlhabende Leute verfügbar sein. Der ist doch für jeden erreichbar und es kostet wenig Anstrengung damit anzufangen.

 

Kennst du vielleicht andere Hinweise, die zu der Liste hinzugefügt werden könnten? Welche hast du schon erledigt? Teil deine Meinung darunter mit!

 

6 Arten, um einen nachhaltigeren Kleiderschrank zu schaffen
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